Schützengarten steigert Umsatz und investiert

Die Brauerei Schützengarten präsentiert für das Braujahr 2015/2016 ein gutes finanzielles Ergebnis. Während der gesamte Schweizer Biermarkt stagniert, konnte Schützengarten den Umsatz leicht steigern. Zahlreiche Auszeichnungen und hohe Investitionen in die Zukunft bestätigen die Qualitätsstrategie der Ostschweizer.

Quelle: schuetzengarten.ch

Der Schweizer Biermarkt und der Schweizer Bierkonsum verändern sich. So verzeichnete der gesamte Schweizer Biermarkt im Ende September abgeschlossenen Braujahr 2015/16 eine leichte Abnahme des Bierkonsums von 0,6% auf 4,622 Mio. hl. Weiter wuchs die Zahl der biersteuerpflichtigen Brauereien auf 734 (+160). Die Veränderung in der Brauerei-Landschaft widerspiegelt sich auch im aktuellen Konsumtrend bei den Biertrinkern. So legen die Konsumenten immer grösseren Wert auf die Vielfalt der Biere und konsumieren mehr Spezial- und Spezialitätenbiere. Der Anteil dieser Biere erreicht aktuell 20% des Gesamtvolumens. Somit fallen 80% des Konsums auf die klassischen Lagerbiere. Schützengarten bearbeitet in den letzten Jahren das Spezialitäten- und Premium-Segment sehr erfolgreich und erzielt damit sogar überdurchschnittliche 40% ihres Volumens.

Das Braumeisterteam von Schützengarten hat bereits vor 20 Jahren mit der Lancierung des „Chlöschti“ den aktuellen Trend zum Konsum von einzigartigen Bieren „vorausgeahnt“. Mit dem Gallus 612 und dem Panaché sind weitere Spezialitätenbiere hinzugekommen. Und mit dem Red India Pale Ale (IPA) und dem Swiss Stout hat Schützengarten in diesem Jahr das Angebot an Bierspezialitäten entscheidend erweitert. Für das IPA und das Stout wurde eine neue Flasche mit der Prägung “1779“ entwickelt.

Das erhoffte Durstwetter blieb aus
Das Braujahr 2015/2016 war geprägt von einem regnerischen Frühling und mässig heissen Sommermonaten. „Analog zur Entwicklung des Gesamtmarktes können wir mit dem letzten Braujahr nicht ganz zufrieden sein“, erklärt Reto Preisig, Vorsitzender der Schützengarten-Geschäftsleitung. „Insbesondere im Detailhandel haben wir mehr erwartet und erreichten in diesem Segment unsere Wachstumsziele nicht ganz. Auf der anderen Seite entwickelten sich die Bierverkäufe in den übrigen Absatzkanälen trotz intensivem Wettbewerb den Erwartungen entsprechend. Die gesamten Getränkeverkäufe lagen auf Vorjahresniveau.“  Den Gesamtumsatz konnte das Unternehmen leicht steigern.

7,5 Mio. Franken in die Zukunft investiert
Die Brauerei Schützengarten hat auch im Braujahr 2015/2016 in ihre Zukunft investiert. Für rund 2,5 Mio. Franken wurden das Bierlager um 1‘000 auf 5‘000 m2 vergrössert und der Palettenlift verlängert. Zudem wurde auf dem Dach des Lagers eine Photovoltaikanlage installiert, die pro Jahr 80‘000 kWh Solarstrom produziert. Aktuell läuft die Produktion des in den letzten Wochen erneuerten Verpackungsteils in der Flaschenfüllerei an. Diese Investitionen belaufen sich auf rund 5 Mio. Franken.

Kleinbrauerei im Tessin
„Obwohl wir den Fokus unserer Aktivitäten vorwiegend auf den Heimmarkt in der Ostschweiz legen, haben wir uns mit dem Kauf von Produktionsanlagen und den Markenrechten einer ehemaligen Tessiner Brauerei im Südkanton ins Gespräch gebracht. Vom Kauf der Anlagen, der Gründung einer Aktiengesellschaft, Zusammenstellung eines Brau- und Verkaufsteams, Kreation von Logo und Verpackungen bis zum Fassanstich der ersten drei Biersorten am Standort Stabio TI vergingen rekordverdächtige 12 Wochen“, erklärt Reto Preisig. Ziel ist, mit der „Birrificio Ticinese“ den Tessinern ihr Tessiner Bier zurückzugeben und in Stabio Spezialitätenbiere für den Tessiner Markt zu produzieren. Zusammen mit den Schützengarten-Produkten kann so der örtlichen Gastronomie wie auch dem Detailhandel ein massgeschneidertes Produktportfolio angeboten werden.

Ein Jahr der Auszeichnungen
Dass die Braumeister vom Schützengarten ihr Handwerk bestens verstehen, beweisen die zahlreichen Auszeichnungen, welche die Brauerei Schützengarten auch dieses Jahr entgegennehmen durfte. Die Krone der Auszeichnungen wurde mit der begehrten Goldmedaille am World Beer Award für das “Gallus 612 Old Style Ale“ in der Kategorie „Dark Beer / English Brown Ale“ aufgesetzt. Weitere Gold-Auszeichnungen gab es am Internationalen Craft Beer Award für “Edelspez Premium“ und “Schwarzer Bär“.

“Schwarzer Bär“ europäisch auf Rang 1
Eine Erfolgsmeldung ist brandneu und kommt aus Deutschland. So wurde der „Schwarze Bär“ aus dem Hause Schützengarten im Rahmen des European Beer Star 2016 in der Kategorie European-Style Dunkel auf den ersten Rang gesetzt. Kaum im Markt, sprang das neue Red India Pale Ale in der Kategorie Traditional India Pale Ale direkt auf den dritten Platz. Geprüft wurden insgesamt 2‘103 Biere aus 44 Ländern. Die beiden Schützengarten-Biere holten für die Schweiz die einzigen Medaillen.