GV von Unser Bier

«Ob ober- oder untergäärig, Bier isch doch die beschti Wäärig!»

Quelle: unser-bier.ch

Zur grossen Freude des Verwaltungsrates der Brauerei Unser Bier fanden nur 2200 Aktionärinnen und Aktionäre am 3. Mai den Weg an die 20. Generalversammlung auf der Kunschti. Wären nämlich alle 9562 Aktionärinnen und Aktionäre gekommen, dann hätte es keinen Platz und zuwenig Toi-Tois gegeben und vor allem hätten die 5000 Liter Bier hinten und vorne nicht gereicht, denn getrunken wurden 4880 Liter! Die Stimmung an der GV, die von VR-Präsident Fabian Wetter gekonnt gemanagt wurde, war bestens – vermutlich auch deshalb, weil es eben genug Bier in verschiedenen Varianten gab und vor allem die statutarischen Belange wie auch die Ansprachen in einer Rekordzeit von kurzen 45 Minuten abgehandelt werden konnten. Beanstandungen seitens des Aktionariates gab es keine, alle freuten sich am schönen Gewinn von fast 180’000 Franken, die für den weiteren Abbau der Schulden verwendet werden.

Istvan Akos, Initiant und Mitbegründer der Brauerei, dankte den Anwesenden, dass sie Geld nicht nur deshalb investieren, um daraus mehr Geld zu machen, sondern um einen gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Dieser bestehe im Falle von Unser Bier in der lokalen Produktion für den lokalen Konsum sowie in der Pflege der Bierkultur und der Biervielfalt. Für die vielen Teilnehmenden, die bei der Gründung von Unser Bier vor 20 Jahren in den Kinderschuhen oder in der Adoleszenz steckten, rekapitulierte er kurz, wie aus einer Brausession mit einer Spaghettipfanne die heute grösste Brauerei beider Basel entstand.

Gastredner der diesjährigen GV war der Kleinbasler, Fasnächtler, FCB-Freund und Biertrinker Guy Lachappelle, seines Zeichens Direktionspräsident der Basler Kantonalbank. Er hätte, wie seine Ansprache zeigte, auch als Werber Karriere machen können, denn seine Sprüche waren nicht ohne: «Unser Bier isch zletschtemänd, bsunders wäärigs-resischtänt.» Oder: «Wenns d Börsekürs in Käller haut, machts nüt, denn Bier wird wyter braut.» Und pro domo meinte er: «Z Basel hämmer gottseidank, Unser Bier und Unseri Bangg.»