Bieridee schaffts in die Flasche

In Murten wurde ein neues Bier vorgestellt: das «Bodemünzi» mit Minzengeschmack.

1476 haben die Eidgenossen auf dem Bodemünzi bei Murten Karl dem Kühnen eine empfindliche Niederlage beigefügt. Jetzt, 535 Jahre später, steht das Bodemünzi Pate für den Namen eines Murtner Bieres. Am Anfang der Bieridee standen Tom Fankhauser und Stefan von Känel. Über ein eigenes Bier gesprochen haben sie bereits im letzten Jahr, als die Schliessung der Brauerei Cardinal angekündigt wurde. Konkret wurde die Idee aber erst im Frühling. «Der Name ‹Bodemünzi› stand als Erstes fest», erklärt Fankhauser. «In Murten werden so viele verschiedene Biere getrunken, aber keines, das aus der Region kommt.» Als Nächstes wurde der Verein Pro Murten gegründet, unter dessen Dach das Projekt realisiert wurde.

Alles Fasnächtler

Nach wenigen Wochen war fast alles bereit. Der Name des Bieres war bestimmt, und auch das Datum für die Lancierung war klar: Weil die Initianten alles Fasnächtler sind, kam dafür nur der 11.11. infrage. Jetzt fehlte nur noch der Brauer. Zuerst wurde diskutiert, das Bier selber zu brauen, «just for fun», erklärt Tom Fankhauser. Aber schliesslich suchten sie einen professionellen Brauer. «Wenn wir etwas machen, dann machen wir es recht», ergänzt Fankhauser.

Übers Internet stiessen sie auf Raphael Mettler, Inhaber der schmucken Brasserie Trois Dames in Ste-Croix. «Ein Künstler», beschreibt Fankhauser den preisgekrönten Brauer. Zusammen haben sie die Rezepte diskutiert. Vom Namen «Bodemünzi» lag es nahe, dem Gerstensaft einen Minzengeschmack zu verleihen. Die Minze komme natürlich aus der Region, betont Fankhauser. Es dauerte einige Wochen, bis die richtige Balance zwischen Minzen- und Biergeschmack gefunden war. Im September wurde der Sud angesetzt, vor rund drei Wochen wurde das Bier abgefüllt. Die erste Produktion beträgt 600 Liter respektive 2000 Flaschen.

Stiftung sagt Ja

Nachdem das Projekt lanciert war, hat der Verein die Stiftung für das Panorama der Schlacht bei Murten kontaktiert. Denn es war klar, dass ein Sujet aus dem Schlachtbild auf der Etikette des «Bodemünzi» stehen sollte. Die Stiftung fand die Idee gut und erlaubte dem Verein, einen Ausschnitt aus dem Panoramabild zu verwenden.

Leicht trüb, ungefiltert und mit einem zarten Minzengeschmack: Das sind laut Tom Fankhauser die Eigenschaften des «Bodenmünzi». Die Initianten glauben an den Erfolg, denn im nächsten Monat wird der nächste Sud aufgesetzt, diesmal 1000 Liter. Exklusive Verkaufsstelle ist der Laden «Vom Fass» in der Altstadt von Murten. Das Bier kann auch übers Internet bestellt werden.

Quelle: bernerzeitung.ch

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