Blut und Bier

Ungewaschene Stories über das Schreiben, die Liebe und das Älterwerden. Die Helden dieses Bandes sind exzentrische Ausnahmetypen, die plötzlich erkennen, dass sie in der Normalität gestrandet sind: In die Jahre gekommene Schickeriaschriftsteller, die der Ekel packt vor ihrem Wohlstand, den Lebenslügen und Familienkompromissen.

Alles würden sie hinschmeißen, um es noch einmal rüber zu schaffen – »ans wilde Ufer«. Noch einmal wollen sie sie spüren, diese wunderbare Mischung aus Chaos, Verzweiflung, Hysterie und Mut. Kroetz liefert ungeschönte Nahaufnahmen von Menschen, die sich nicht eingestehen können, dass ihre große Zeit vorbei ist, erzählt von Selbsthass, Suff und Schreibblockade. Aber gerade die Direktheit des Blicks auf den Figuren schafft eine Nähe, in der viel Zärtlichkeit steckt. Die Geschichten von Blut und Bier sind fast immer auch Texte über Liebesbeziehungen, die in die Jahre gekommen sind, über Menschen, die sich aushalten, die sich betrügen oder immer noch lieben – trotz ihrer Verrücktheiten und Marotten. »Die Sucht nach Ruhm und schnellen Autos, Eitelkeit und Egomanie – all das gepaart mit Selbstzweifeln, Schreibhemmungen und Angst vor dem Älterwerden: Geschichten, in denen es um das Elend des Dichters geht – aber nicht larmoyant, sondern voller Sarkasmus und Selbstironie.« Dennis Scheck in >Druckfrisch<

kartoniert/broschiert  |  Mai 2008  |  139 Seiten  |  CHF 14.50  |  buch.ch

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