Brauerei Monstein in ruhigeren Gewässern

Die Bier Vision Monstein AG wurde vergangenen Februar durch eine Sanierung gerettet. Im Geschäftsbericht 2010/11 wird wieder optimistischer in die Zukunft geblickt, weil das kostenintensive Problem mit der Abfüllanlage gelöst ist.

«Der Sturm ist vorüber» hält Annemarie Hew, Verwaltungsratspräsidentin der Bier Vision Monstein AG, im Jahresbericht 2010/11 fest. Ihre Zuversicht ist darauf zurückzuführen, dass diesen Januar eine neue Abfüllanlage in Betrieb genommen werden konnte, die auch funktioniert. Damit wurde der lange andauernden und kostspieligen Fremdabfüllung in Bern ein Ende gesetzt. Das war nötig geworden, weil die Bier Vision Monstein AG 2009 eine Abfüllanlage angeschafft hatte, die wegen gravierender technischer Mängel nicht in Gang gebracht werden konnte und irreparabel war. Dieses mit vielen Kosten verbundene Problem hatte dazu geführt, dass die Brauerei in die Verlustzone abrutschte und im vergangenen Februar saniert werden musste (Ausgabe vom 19. Februar). Warum aber musste das Monsteiner Bier ausgerechnet so weit nach Bern zur Abfüllung transportiert werden? Carlo Wasescha, Geschäftsführer der Brauerei Monstein, erklärte dies auf Anfrage damit, dass örtlich näher bei Davos gelegene Betriebe auch aus hygienischen Gründen keine Fremdprodukte abfüllen würden.

Für das Geschäftsjahr 2010/11 weist die Bier Vision Monstein AG einen Gewinn von 168 000 Franken aus. Die im Februar vorgenommene Herabsetzung des Aktienkapitals um 650 000 Franken wurde erfolgswirksam verbucht. Ohne Berücksichtigung des Postens «Sanierungserfolg» ergibt sich deshalb ein Verlust in Höhe von rund 482 000 Franken.

Gemäss dem Jahresbericht habe sich der Umsatz nach erfolgreicher Inbetriebnahme der Abfüllanlage von Februar bis April 2011 relativ rasch wieder auf einem guten Niveau stabilisiert. Man sei zuversichtlich, dass das für 2011/12 gesetzte Umsatzbudget von rund 1,1 Millionen Franken erreicht werden könne.

Rücktritte im Verwaltungsrat

Annemarie Hew wird an der Generalversammlung der Bier Vision Monstein AG im August aus beruflichen und persönlichen Gründen vom Amt zurücktreten. Auch der Verwaltungsrat Thomas Sommerhalder hat seinen Rücktritt eingereicht. Als Nachfolger schlägt der Brauerei-Verwaltungsrat den Anwalt Dieter Hug und Christian Ochs, ehemaliger Braumeister der Bier Vision Monstein AG, vor.

Quelle: suedostschweiz.ch

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