Brauerei Schützengarten – Erfolgreiches Braujahr 2017/2018

Die Brauerei Schützengarten präsentiert für das Braujahr 2017/2018 erneut ein solides finanzielles Ergebnis. Der Bierabsatz und der Umsatz konnten leicht gesteigert werden. In Zukunft will Schützengarten noch stärker auf einheimische Rohstoffe setzen.

Quelle: schuetzengarten.ch

Im Braujahr 2017/2018, das Ende September abgeschlossen wurde, haben sich der Schweizer Biermarkt und der Schweizer Bierkonsum positiv entwickelt. Nachdem im Vorjahr noch ein marginales Minus verzeichnet werden musste, stieg der gesamte Bierkonsum in der Schweiz im letzten Braujahr um 1.8% auf rund 4,695 Mio. hl. Nach mehreren Jahren mit rückläufigen Zahlen, erhöht sich damit der durchschnittliche Pro-Kopf-Bierkonsum in der Schweiz von 54,3 auf 55 Liter. Die Gründe für das Wachstum liefern hauptsächlich die hervorragenden Wetterbedingungen im Rekordsommer 2018 sowie die vielen Aktivitäten rund um die Fussball-WM in Russland. Die Bierimporte verzeichneten einen Rückgang um 4,6% auf 1,092 Mio. hl. Nochmals gewachsen ist die Zahl der biersteuerpflichtigen Brauereien, nämlich um 162 auf neu 995 Bierproduzenten.

Wachstum in der Gastronomie
„Unser Biergeschäft hat sich leicht besser als der Gesamtmarkt entwickelt“, erklärte Reto Preisig, Vorsitzender der Schützengarten-Geschäftsleitung an der Medieninformation im vor kurzem neu eröffneten Restaurant Sternen in Heerbrugg. So konnte der Markenbier-Absatz um 2,3% gesteigert werden. „Für uns eher überraschend haben sich unsere Bierverkäufe in der Gastronomie nach mehreren rückläufigen Jahren um etwa 1 Prozent erhöht. Sehr positiv entwickelte sich das Geschäft im Getränkehandel sowie an Veranstaltungen, währenddem der Detailhandel auf Vorjahresniveau verblieb. Die gesamten Getränkeverkäufe, d.h. das Biergeschäft inklusive Handelsprodukte wie Mineralwasser, Erfrischungsgetränken und Wein konnten wir gar um 4,1% steigern“, zeigt sich Preisig erfreut.

Zwei neue Durstlöscher
Freude bereitet der Brauerei Schützengarten der anhaltende Erfolg ihrer Craft-Biere. Mit dem zum 500-Jahr-Jubiläum der Reformation lancierten Vadian Pale Ale hat Schützengarten im letzten Braujahr das Trio der bisherigen Craft Biere (India Pale Ale, Gallus 612 Old Style Ale, Swiss Stout) zum Craft-Bier-Kleeblatt vervollständigt. Zur Fussball-WM präsentierte Schützengarten eine spezielle Lagerbier-Abfüllung mit den Trikots der 32 teilnehmenden Nationen auf den Etiketten, was vor allem bei Sammlern auf eine rege Nachfrage stiess. „Und vor kurzem haben wir mit Aperitivo und Grapefruit zwei neue, erfrischende Durstlöscher präsentiert“, die wir in den nächsten Monaten in der Gastronomie und im Detailhandel platzieren“, erklärte Reto Preisig an der Medienkonferenz weiter. „Damit haben wir die vor drei Jahren mit dem Edelweiss-Panaché eröffnete Linie der Biermischgetränke zu einem fruchtig-frischen Trio erweitert.“

Weltmeisterliche Auszeichnungen für Swiss Stout und India Pale Ale
Die Biere der Brauerei Schützengarten stiessen auch im letzten Braujahr auf internationale Anerkennung. Nach der Auszeichnung des naturtrüben Klosterbräu als „weltbestes Amber Bier“ im vergangenen Jahr schaffte es 2018 ein anderes Bier auf den Weltmeisterthron. Das neue Swiss Stout wurde am World Beer Award in London nicht nur mit der Goldmedaille für das beste Sweet Stout der Schweiz, sondern gleich auch mit dem Titel «World’s best Sweet Stout» ausgezeichnet.
An der Preisverleihung des European Beer Star von November durfte Schützengartens India Pale Ale ebenfalls aufs Treppchen. Und zwar gewann die Bierspezialität in der eigentlichen Königskategorie, der „Traditional India Pale Ales“, hinter einer renommierten US-amerikanischen Brauerei die Silbermedaille.

Schweizer Rohstoffe
Die Brauerei Schützengarten setzt seit vielen Jahren auf Rohstoffe aus der Region. Wie Martin Ketterer, Technischer Direktor von Schützengarten ausführte, soll vor allem der Anteil der Schweizer Braugerste weiter wachsen. „Die im Vorjahr in aufwendigen Sortenversuchen ausgewählte Braugerste wurde dieses Jahr von 12 Vertragslandwirten auf 20 ha für uns angebaut. Daraus konnten wir rund 120 Tonnen einheimische Braugerste ernten und verarbeiten.“
Auch beim Hopfen geht Schützengarten „regionale Wege“. Martin Ketterer: „Deshalb haben wir einen Stammheimer Hopfenbauern beauftragt, exklusiv für uns den speziellen, charakterstarken und reinen Aromahopfen der Sorte Opal anzubauen. Dieser spezielle Aromahopfen wird für die Herstellung des beliebten Schützengarten Lager hell, Edelspez, Landbier und des Craft Biers Vadian Pale Ale verwendet.“
Mit diesen Anstrengungen unterstreicht die Brauerei Schützengarten ihre nachhaltige Ausrichtung, indem sie auf einheimische Rohstoffe setzt und als einzige nach Slow Brewing zertifizierte Schweizer Brauerei nachhaltig und konsequent danach lebt. (pd)

240 Jahre Brauerei Schützengarten
Johann Ulrich Tobler kauft im Jahr 1779 die Liegenschaft, auf welcher sich auch das Schützenhaus und der Scheibenstand der „löblichen Schützengesellschaft vor dem Platztor“ befand. Im Schützenhaus mit dem Schützensaal richtete er eine Biersiederei ein. Damit legt er den Grundstein zur erfolgreichen Geschichte der Brauerei Schützengarten. 2019 feiert die älteste Schweizer Brauerei ihren 240. Geburtstag. Fürs Jubiläumsjahr sind diverse Veranstaltungen wie etwa das Brauereifest vom 27. April 2019 auf dem Brauereigelände sowie Kunden- und Mitarbeiteranlässe geplant. Zum Anlass wird zudem ein obergäriges Jubiläumsbier gebraut, für das neben regionaler Braugerste und Stammheimer Aromahopfen auch ein Hefestamm verwendet wird, der nachweislich aus einem alten Lagerkeller der Brauerei Schützengarten stammt. (pd)