Brauerzunft beider Basel

An der Generalversammlung der Brauerei Unser Bier wurde nachgeholt, was während Jahrhunderten verpasst wurde.

Quelle: unser-bier.ch

Traurig, aber wahr: In Basel gibt es zwar zwei Zünfte, die im Laufe ihrer Geschichte mit Wein zu tun hatten, aber keine, die ihre Ursprünge im Brauwesen hätte. Basel war eben von eh und je eine Weinstadt, innerhalb und ausserhalb der Stadtmauern wurden Reben angepflanzt. Wein war das Alltagsgetränk in Basel.

Heute ist das anders. Es gibt kaum mehr Reben in Basel und der Wein, der hier getrunken wird, kommt von ausserhalb der Stadt. Dafür gibt es in Basel 13 biersteuerpflichtige Braustätten und im Baselbiet sogar 21. So war es höchste Zeit, eine Brauerzunft zu gründen. Das geschah am 9. Juni an der Generalversammlung von Unser Bier. Die neue Zunft wurde da aus der Traufe gehoben. Zwar nicht nach altem Recht, weil dann nur Männer und Basler dabei sein dürften, sondern nach neuem Vereinsrecht. Und im Gegensatz zu den altehrwürdigen Zünften wird die Brauerzunft beider Basel auch Ausserkantonale und auch Frauen aufnehmen. Weil das Brauwesen sich nicht an Grenzen hält, heisst die neue Zunft Brauerzunft beider Basel.

Das gefiel zwar an der GV von Unser Bier nicht allen, zwischendurch wurde kräftig gebuht, der Gedanke aber, mit einer Baruerzunft beider Basel das lokale Brauwesen zu unterstützen, fiel grossmehrheitlich auf fruchtbaren Boden.

Mehr dazu: Brauerzunft beider Basel.