Brauhaus prüft Expansion

Die Brauhaus Sternen AG ist in ihrem neunten Betriebsjahr gut unterwegs, sucht aber Wachstumspotenzial. Möglich ist ein zweiter Standort in Winterthur.

Die Brauhaus Sternen AG ist im Aufwind. Die Umsätze sind im vergangenen, achten Betriebsjahr um zwei Prozent auf über drei Millionen Franken gestiegen. Und die Ertragslage präsentiert sich auch im laufenden Jahr positiv. Das Produktionsvolumen liegt sechs Prozent über jenem des Vorjahrs.

Ertragskraft sicherstellen

Entsprechend gut gelaunt war Verwaltungsratspräsident Martin Wartmann an der Generalversammlung am Samstag. 333 von insgesamt 1256 Aktionären nahmen daran teil – sie vertraten rund 63 Prozent des Aktienkapitals. Wartmann schilderte in gewohnt unterhaltsamer Manier die strategischen Überlegungen hinter dem Brauhaus-Konzept.

«Wir sind eine gesunde, kleine Firma, und Sie sind die Plattform, worauf das Brauhaus steht», sagte er. Gut acht Jahre nach der Gründung gelte es, die Kontinuität und die Ertragskraft sicherzustellen. Wichtige Schritte waren im Februar die Übernahme der Geschäftsleitung durch Stefan Mühlemann und der Kauf der Brauereiliegenschaft per Anfang dieses Jahres.

Winterthur im Visier

Ein Ziel sei erreicht, aber von Zurücklehnen dürfe keine Rede sein, betonte der Verwaltungsratspräsident. Nach wie vor ungenügend seien die Erträge. Der Cashflow von 6,5 Prozent sei langfristig nicht ausreichend, um das Geschäft innovativ weiterzuentwickeln. Gleichzeitig nehme der Kostendruck zu, etwa im Zeichen von Mehrwertsteuererhöhungen und Energiepreisen.

«Das Brauhaus braucht mehr Umsatz und Ertrag, um seine Zukunft zu sichern», sagte Wartmann. Deshalb sucht das Brauhaus Wachstumspotenzial. «Ein Weg ist die Eröffnung einer Filiale in Winterthur.» Dafür seien das nötige Eigenkapital und ein passender Standort die Voraussetzungen. Der Aufbau eines Brauhauses im viermal grösseren Nachbarmarkt werde deshalb sorgfältig geprüft.

Nach dem offiziellen Teil der Generalversammlung im Stadtcasino trafen sich die Aktionäre im Brauhaus Sternen, um anstatt einer finanziellen Abgeltung eine Dividende in flüssiger Form zu geniessen. Beim reichhaltigen Buffet und bei Jazzmusik-Klängen breitete sich gute Stimmung aus.

Quelle: thurgauerzeitung.ch

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar