Brauhaus sucht Standort in Winterthur

Das Sommerwetter war ein gutes Vorzeichen für die jüngste Generalversammlung der Brauhaus Sternen AG. Die rekordhohe Teilnehmerzahl von 441 Aktionären, die 1755 Namenaktien vertraten, überraschte kaum. Verwaltungsrat Robert Fürer führte schnell durch die statutarischen Traktanden.

Bevor die Miteigentümer ihre Dividende in Form von Bier und Verpflegungsgutscheinen geniessen konnten, skizzierte Martin Wartmann, Verwaltungsratspräsident der Kleinbrauerei, die aktuelle Lage des Unternehmens in gewohnt launigen Worten. Das vergangene Geschäftsjahr sei unter dem Strich zufriedenstellend verlaufen. Während die Gastronomie-Umsätze im Schnitt um sechs Prozent zurückgingen, verbesserte sich das Brauhaus Sternen um gut zwei Prozent auf gut drei Millionen Franken. Diese Entwicklung habe sich im laufenden Jahr bis Ende Mai fortgesetzt, äusserte sich Wartmann zuversichtlich. Das Brauhaus habe seine Kosten im Griff und sei, nicht zuletzt dank eines engagierten Teams, auf Kurs.

Auf Standortsuche

Nach wie vor sucht die Brauerei jedoch Expansionsmöglichkeiten, denn ihre Kapazitäten am Standort Frauenfeld sind ausgereizt. «Wir müssen wachsen, denn die Kosten bleiben nicht stehen», betonte Wartmann. Die Erträge sollen weiter verbessert, die Cashflow-Rate auf zehn Prozent erhöht werden. 2011 wurde aus dem operativen Geschäft ein Cashflow von 5,6 Prozent, inklusive der Immobilienrechnung ein solcher von 8,8 Prozent erzielt. Bereits seit vergangenem Jahr prüft die Brauhaus Sternen AG die Eröffnung einer Filiale in Winterthur. «Die Voraussetzungen für eine solche Expansion sind gut, wir müssen den Stier bei den Hörnern packen», sagte der Verwaltungsratspräsident. Zwei Hindernisse gelte es jedoch zu überwinden, die Wahl des richtigen Standorts und die Finanzierung. Es würden Investitionen von 2 bis 2,5 Millionen Franken nötig.

Prominenz beim Bier

Das Aktionärsbier, ein Brown Ale, floss in Strömen. «Wir haben ein intelligentes und anspruchsvolles Bier gebraut», sagte Wartmann. Das Geheimnis liege im exklusiven Hopfen, der dem Bier die Grundbittere und eine feine Grapefruitnote gebe. Solche Biere seien die Antwort auf die fast ungehopften, süsslichen Durstlöscher-Biere aus den Discountregalen. Unter den Aktionären befanden sich alt Ständerat Philipp Stähelin, Stahlbauunternehmer Richard Nägeli und Staatsschreiber Rainer Gonzenbach, dazu gesellte sich Neuaktionärin Susanne Giger, Wirtschaftsredaktorin bei Radio DRS und Stiftungsrätin der Kartause Ittingen.

Quelle: thurgauerzeitung.ch

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