Churer Calanda-Turm wird mit riesigem Bierglas geschmückt

Die Brauerei Heineken investiert weiter in den Standort Chur: So sind die Abfüllanlagen modernisiert und der Calanda-Turm saniert worden. Zudem ist beim Verteilzentrum in Domat/Ems der Bau eines Container-Bahnhofs geplant.

Mit der Realisierung des neuen Containerbahnhofs beim Verteilzentrum bei Domat/Ems müssen die Verantwortlichen der Heineken Switzerland AG noch etwas zuwarten. Genau genommen bis zum 23. Oktober. Denn dann stimmen die Emserinnen und Emser über eine Zonenänderung ab. Damit kann der Bau einer 300 Meter langen und knapp drei Millionen Franken teuren Gleisanlage im Gebiet Paleu Gronda und somit der Verlad von Wechselcontainern auf die Bahn ermöglicht werden.

Beitrag an den Umweltschutz leisten

Die Verladestation trage wesentlich dazu bei, den Standort Chur und die rund 200 Arbeitsplätze in Graubünden zu sichern, sagte Peter Egli, Marktgebietsleiter und Mitglied der Direktion von Heineken Switzerland, gestern an einer Medienorientierung in Chur. Zudem könne Heineken mit dem Projekt einen Beitrag an den Umweltschutz leisten. Denn mit der Realisierung des Container-Bahnhofs wird es gemäss seinen Worten möglich, die Hälfte der Produktion mit der Bahn zu transportieren. Egli: «Damit lassen sich rund 1000 Lastwagenfahrten nach Landquart vermeiden.» Auch könne so der Westschweizer Markt allein mit der Bahn bedient werden. «Lastwagen brauchen wir praktisch nur noch für die Feinverteilung», sagte er. Deshalb hofft Heineken, dass die Teilrevision der Ortsplanung angenommen wird.

Die wohl augenfälligste Investition, die in diesen Tagen abgeschlossen wird, ist die 600 000-fränkige Sanierung des 1957 erbauten Calanda-Turms auf dem Churer Brauereiareal, der als eines der Wahrzeichen der Stadt gilt. Dem 35 Meter hohen Bauwerk wurde nicht nur eine neue «Aussenhaut» und ein neues Dach verpasst. Neu prangt neben dem Calanda-Logo mit dem roten Steinbock auch ein überdimensionales Calanda-Stangenglas an der Fassade. Das acht Meter hohe Ungetüm aus Polyester wurde gestern mithilfe eines Spezialkrans in Position gebracht. Der Turm dient der Brauerei als Malzlager. Rund 200 000 Tonnen Malz wurden bisher darin gespeichert. Der Verbrauch beträgt gemäss Eglis Worten pro Jahr etwa 8,5 Tonnen.

Millimetergenau aufkleben

Heineken hat gemäss eigenen Angaben in den letzten elf Jahren 42 Millionen Franken in den Ausbau und die Modernisierung des Produktionsstandortes Chur investiert. Jüngst flossen allein zwei Millionen Franken in die Modernisierung der Abfüllanlagen. Dabei stand die Anschaffung einer computerunterstützten Etikettiermaschine für Einwegflaschen im Vordergrund, die das Heineken-Logo millimetergenau auf die Bierbehältnisse klebt. Und das steigert natürlich die Produktionskapazität der Brauerei. In Chur werden neben Calanda, Original Ittinger und Haldengut auch die Heineken-Biere für den ganzen Schweizer Markt hergestellt. Nach Eglis Angaben sind es insgesamt 350 verschiedene Getränkeprodukte.

Bevölkerung ist eingeladen

Die Einweihung des renovierten Calanda-Turms möchte Heineken zusammen mit der Bevölkerung feiern. Dazu lädt die Brauerei am Samstag zwischen 11 und 14 Uhr zu einem Gratis-«Frühschoppen» auf das Churer Brauereiareal ein.

Quelle: suedostschweiz.ch

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar