Der Biertraum vom Breitsch

Die belgische, englische und amerikanische Bierkultur feiert im Berner Breitenrainquartier ein Revival. Barbière, das Bier-Café mit hauseigener Brauerei, eröffnete am Freitag.
von Mira Weingartner

Für Berner Bierfreunde ist morgen Freitag ein freudiger Tag: Am Breitschplatz eröffnet das Bier-Café Barbière. Im rustikalen Bistro gibts eine hauseigene Bierbrauerei, in der Biersorten im belgischen, englischen und amerikanischen Braustil in selbstgebauten Maschinen hergestellt werden.

Vor sechs Jahren hatten die beiden Braumeister Matthias Kernen und Christoph Hänni in einer Garage im Lorrainequartier mit ihrem Hobby begonnen. Was anfänglich zum Spass und für Freunde aus der Umgebung gedacht war, ist nun ein professionelles Geschäft geworden. Zusammen mit vier Freunden haben die beiden ihren Traum vom eigenen Bier-Café verwirklicht.

«Mit viel Herzblut haben wir die ehemalige Apotheke am Breitenreinplatz zu einem Treffpunkt für Bierliebhaber umgebaut», so Gastgeber Felix Erb. Angst, neben dem altbewährten Tramdepot unterzugehen, haben die sechs jedoch nicht: «Wir kennen uns und haben eine friendly competition. Die Leute vom Tramdepot haben uns zum Start sogar viel Glück gewünscht», sagt der Medienverantwortliche Marcel Graf.

Geniessen, statt betrinken

Das Barbière ist kein Ort für Kampftrinker und Stammtischhocker – vielmehr soll die Bierkultur gepflegt werden. «Auf der Karte stehen über zehn verschiedene Biersorten von unterschiedlichster Stärke», so Erb. Eines der Lieblingsbiere der Crew ist das «Maria Wakatu», hergestellt mit Hopfen aus Neuseeland. Auch ein englisches Indian Pale Ale, ein helles, starkes Bier, gehört zu den Favoriten der Beizer.
Hunger haben müssen die Gäste auch nicht: Mittags offerieren sie auch preiswerte Menüs. Ab 17 Uhr wird das Barbière zur Bar, die bis 0.30 Uhr geöffnet ist.

Quelle: 20min.ch