Der erste Whisky fliesst

Die Bierbrauerei Rugenbräu brennt seit Mittwoch ihren ersten Highland-Whisky in der eigenen Brennerei am Rugen. Bis zu 15’000 Liter Whisky werden jährlich in der modernsten Brennanlage der Schweiz hergestellt.

Etwas zaghaft erst, doch immer stetiger läuft der klare Highland-Whisky aus der topmodernen Brennanlage. Für Philipp Adler, den ersten Brennmeister (Rugen-Master-Destiller), schloss sich am Mittwoch ein Kreis. 1999 war er dabei, als die Rugenbräu in der Brennerei Zürcher in Port bei Biel ihren ersten Bierbrand herstellen liess. Zwei Jahre darauf floss der erste Whisky.

Idee umgesetzt

Nun, fast zehn Jahre später, steht Philipp Adler an der Brennanlage hoch über dem Sudhaus der Brauerei am Rugen, und Daniel Zürcher als ausgewiesener Spezialist schaut ihm über die Schulter. Wie wird sich der Single-Malt-Whisky entwickeln? «In drei Jahren, wenn der Whisky nach der Lagerung im ewigen Eis vom Jungfraujoch zurückkommt, wissen wir es», meint Philipp Adler, die Spannung sieht man seinen Augen an. «Jeder Brand ist ein Unikat, und bei der Lagerung im Eichenfass entwickelt sich der Whisky auf seine Weise. Ein reines Naturprodukt eben, mit all seinen Feinheiten und Nuancen», sagt Philipp Adler voller Stolz. Die Vision, neben Bier auch Whisky herzustellen – die Idee wurde 2010 mit der Schweizer Marketing-Trophy ausgezeichnet –, ist bis in die letzte Konsequenz umgesetzt worden. Was bescheiden, fast als Liebhaberei begann, wird zu einem weiteren Standbein der Interlakner Getränkehersteller, der Rugenbräu AG. In der neuen Brennanlage können jährlich bis zu 15’000 Liter Whisky und weitere Spitzenbrände destilliert werden.

Probezeit ist vorbei

«Mit der eigenen Destillery haben wir alles unter einem Dach. Gleichzeitig ist sie ein handfestes Bekenntnis, uns im Markt auch als Whiskyproduzent zu etablieren», sagte Bruno Hofweber, CEO der Brauerei Rugenbräu AG, als im Dezember die Anlage vorgestellt wurde. Nun hat die Produktionsphase begonnen. Professionalität wird das besondere Handwerk begleiten, und die stillen hochprozentigen Wässerchen werden in Fluss kommen.

Quelle: bernerzeitung.ch

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