Die meisten Wirte hielten sich daran

Die Beizen ums Letzigrund-Stadion durften gestern während des Derbys nur Leichtbier ausschenken. Getrunken wurde dennoch: Die Gäste bestellten sich ihr «Echt»-Bier kurz vor dem Anpfiff.

«Mich nervt das Ganze total», so ein Gast im Bayerischen Hof zu 20 Minuten. «Mit Fussball habe ich nichts am Hut, trotzdem schreibt man mir vor, was ich trinken darf und was nicht.» Denn: Gemäss Ver­fügung der Stadt war es den Restaurants im Umfeld des Letzi­grund-Stadions gestern von 16 bis 19.30 Uhr verboten, normales Bier zu verkaufen. «Eine sinnlose Massnahme», fanden auch einige Gäste im Schlachthof. «Wir lassen uns den Abend nicht verderben und haben um 15.55 extra noch ‹richtiges› Bier bestellt.» Geradezu «lachhaft» ist die Regelung für Mirjam Holinger vom Hardhof beim Albisriederplatz. «Harte Sachen dürfen wir weiter ausschenken, bloss kein Bier. Das ist doch ein Witz.» Timur Kirhan vom Galant Plaza klagte, er habe klar weniger Gäste und daher auch weniger Umsatz erzielt. Dennoch hielten sich die beiden Restaurants an die Verfügung und stellten während des Matches auf 2,4-Prozent-Lightbier um.

So handhabten es auch die meisten anderen der knapp 50 betroffenen Lokale: Laut Stapo-Medienchef Marco Cortesi musste nur eine einzige Verzeigung ausgesprochen werden. Dies obwohl der Verband Gastro Zürich im Vorfeld angeboten hatte, die Bussen von «ungehorsamen» Betrieben zu übernehmen.

Quelle: 20min.ch

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar