Eine Bieridee für die Biodiversität

Wie lässt sich die Biodiversität fördern und dabei Geld verdienen? Studierende der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft SHL in Zollikofen haben im Jahr der Biodiversität 2010 das «Hasenohrenbier» entwickelt und damit Erfolge erzielt. Weitere Projekte befassen sich ebenfalls mit der biologischen Vielfalt.

Das Jahr 2010 stand ganz im Zeichen der Biodiversität. Die braucht es aber auch nach 2010, daran erinnert der internationale Tag der biologischen Vielfalt am Sonntag, 22. Mai. In dem Sinne wirkt auch das «Hasenohrenbier-Team». Die Idee mit Bier die Biodiversität zu fördern und damit Geld zu verdienen wird wohl bei einem guten Bier entstanden sein. Fünf Studierende der SHL – einem Departement der Berner Fachhochschule – haben das Hasenohrenbier für den Biodiversitätswettbewerb 2010 produziert. Motiviert von ihrem Erfolg – einer Goldmedaille und ausverkauftes Bier – führen sie ihr Projekt jetzt weiter. Bierliebhaber dürfen sich freuen: auch dieses Jahr werden sie in Genuss von Hasenohrenbier kommen.

Bier mit ökologischem Mehrwert

Neben der herkömmlichen Braugerste haben die Studierenden einen Streifen mit seltenen Ackerbegleitpflanzen eingesät. Insgesamt 14 verschiedene Pflanzenarten, die als Nahrungspflanzen für Wildbienen und andere Insekten oder als Nische zum Beispiel für bodenbrütende Vögel dienen. Eine dieser Pflanzen ist das rundblättrige Hasenohr, welches dem Bier seinen Namen gibt. Durch die Intensivierung in der Landwirtschaft sind die Ackerbegleitpflanzen selten geworden. Dank Beitragszahlungen für Ackerschonstreifen erhalten diese Pflanzen wieder einen Lebensraum.

Das Hasenohrenbier-Team darf auf die Resultate stolz sein, denn das Bier verkauft sich nicht nur gut – es erfüllt mit der Förderung der Biodiversität auch einen guten Zweck für die Natur.

Vielfalt fördert Wildbienen

Das Hasenohrenbier ist eines von vielen Beispielen, wie die Landwirtschaft die Biodiversität fördern kann. Weitere fünf Studierende der SHL hatten mit ihrem Projekt zur Förderung von Wildbienen ebenfalls grossen Erfolg. Auch sie gewannen eine Goldmedaille. Ihre Anleitung für die Gestaltung von Wildbienen-freundlichen Lebensräumen und eine Mischung mit Futterpflanzen ist nun erhältlich. Im Projekt „Bienenweide“ entwickelt die SHL zusammen mit verschiedenen Organisationen eine Blumenmischung für Bestäuber-Insekten. Diese spezielle Mischung bietet den Insekten auch in der sonst eher blütenarmen Sommerzeit ausreichend Nahrung.

Quelle: fricktal.info

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