Ernsthafte Bierideen

170 Ideen = eine Innovation

170 Ideen ergeben durchschnittlich eine Innovation, so die Berechnung einer Studie zur Innovationsentwicklung. «Viele Ideen sind aber noch kein Garant für erfolgreiche Innovationen», relativierte der Leiter des Innovationszentrums der Fachhochschule St. Gallen, Urs Guggenbühl, die wohl doch etwas einfache Formel. Und so luden das Innovationszentrum und die Brauerei Schützengarten 120 Fachleute ein, Ideen zu entwickeln – für einmal zum flüssigen Produkt des Bierbrauers. Um auf dem umkämpften Biermarkt zu bestehen, baue das Unternehmen auf Innovationen, sagte .CE0 Christoph Kurer und forderte die Anwesenden auf, ihn mit ungewohnten Ideen zu überraschen.

Wellness-Bier

Die Teilnehmer liessen sich nicht lange bitten. Es kam eine beachtliche Ideensammlung zusammen. Darunter fanden sich exotisch anmutende Vorschläge wie die Sammlung des Leerguts am «Einarmigen Banditen» im Casino oder die Bierauslieferung mit dem Zeppelin. Andere Ideen orientierten sich an konkreteren Bedürfnissen. Etwa jener Vorschlag, ein Wellness-Bier zu entwickeln, das nicht zu unerwünschten Ausformungen des – vorwiegend männlichen – Körpers führt, sondern Kalorien verbrennt.

Zufall und harte Arbeit

Gute Ideen zu haben ist das eine; sie zu erkennen und konsequent weiterzuentwickeln, das andere. «Stellen Sie sich vor, Sie kehren aus den Ferien zurück und finden Ihren Arbeitsplatz mit einem Schimmelpilz überzogen vor», sagte Sebastian Wörwag, Rektor der Fachhochschule St. Gallen. So war es 1928 dem Forscher Alexander Fleming widerfahren. Seine Petrischalen waren bei seiner Rückkehr mit Pilz überzogen. Fleming ahnte damals kaum, dass auf der Grundlage dieses Pilzes dereinst das Penicillin die Welt der Medizin revolutionieren würde. Bis dahin hätte viel Arbeit und Heiss
investiert werden müssen, sagte Wörwag. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Quelle: fhsg.ch
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