Im «Mutz» fliesst wieder das Bier

Nach monatelangem Umbau hat das Restaurant «zum Braunen Mutz» in Basel seine Pforten wieder geöffnet. Es dauerte nicht lange, bis in der altehrwürdigen Bierhalle wieder alles beim Alten zu sein schien.

Am Eröffnungstag warteten die ersten Gäste bereits eine halbe Stunde vor der Wiedereröffnung des Braunen Mutz darauf, das frisch renovierte Traditionslokal am Barfi zu betreten. Während sich die Einen draussen am Aushang bereits mit der weiterhin gutbürgerlichen Küche des Hauses vertraut machen, freut sich Martin Candrian im Inneren des Braunen Mutz über das neuste Lokal in seinem Gastronomie-Imperium. «Es ist ein Prachtsbau», schwärmt der Verwaltungsratspräsident der Zürcher Candrian Catering AG.

Wer durch die massive Eichentüre – zur Verwunderung vieler öffnet sie sich elektrisch – in das altehrwürdige Lokal tritt, kann wählen zwischen Altbekanntem und sanft Erneuertem. Die Treppe hoch geht es in das brandneue, gediegene Restaurant im ersten Stock. Zur Rechten gelangt man in die ehemalige Mutzenstube, die sich neu als Bier-Bar mit Stehtischen präsentiert. Und wer den Mutz mag, wie er war, tritt nach links in die Bierbrasserie, die sich auf den ersten Blick völlig unverändert präsentiert. Bei genauem Hinsehen aber zeigt sich: Hier wurde von Grund auf erneuert: Die Holzverkleidung an der Wand glänzt wie frisch poliert, ebenso der Boden. Sogar die Uhren an der Wand befinden sich noch an den selben Stellen. «Hier wird jeder sein Plätzchen wiederfinden», sagt Thomas Keller, Candrian-Verwaltungsrat und verantwortlich für den Umbau.

«Fasnacht verschieben, oder schneller renovieren»

Keller ist sichtlich erleichtert, dass man nach mehrmonatigem Umbau pünktlich zur Fasnacht die Pforten öffnen konnte. Danach sah es nämlich nicht immer aus. «Im November kamen mir erstmals Zweifel und wir überlegten uns Notfallpläne.» In dem historischen Gebäude seien immer wieder neue Überraschungen zum Vorschein gekommen, welche Einfluss auf die Bauarbeiten hatten. Dadurch wurde auch klar, dass die geplanten vier Millionen Franken nicht reichen. Doch «die fünf Millionen waren es wert», ist Keller überzeugt.

Dass es mit dem Zeitplan eng werden würde, war auch Martin Candrian von Anfang an klar. «Wir haben zwei Möglichkeiten gehabt», sagt er mit einem Schmunzeln im Gesicht: «Entweder die Fasnacht verschieben, oder schneller zu renovieren.» Dass die Basler Fasnacht dieses Jahr besonders spät statt fand, sei nun ein guter Kompromiss. Dieser Meinung dürften auch die vielen Gäste sein, die «ihren» Brauen Mutz wieder in Beschlag nehmen. Offensichtlich haben viele Stammgäste lange auf diesen Moment gewartet – und auf ihren angestammten Platz.

Quelle: bazonline.ch

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