Kulturzentrum Braui Hochdorf

Vom Seetaler Nationalgetränk zum neuen Hochdorfer Dorfplatz.

1911 Generationenwechsel
1911 beim Tod des Gründers Fritz Wyss-Schenker und der Übergabe des Brauereibetriebes an seine drei Söhne Julius, Theodor und Fritz, zählte Hochdorf als Folge der Industrialisierung bereits 3013 Einwohner. Der Bierausstoss kletterte auf stolze 20’000 Hektoliter.

1930 Die Blütezeit nach dem ersten Krieg
Nach der wirtschaftlich schweren Zeit des Ersten Weltkrieges ging es auch mit der Brauerei Hochdorf wieder aufwärts. In den Jahren 1930 bis 1932 entstand der markante Neubau und das Brauereigebäude überragte quasi als weltliches Gegenstück zur Kirche – bis zum Abbruch 1995/96 dominierend die umliegenden Häuser.

1976 Das Ende des Seetaler Nationalgetränkes
1976 übernahm Kurt Wyss-Clausen die Aktienmehrheit der Brauerei Hochdorf AG. 1980 konnte das Unternehmen seinen hundersten Geburtstag Feiern. Mit einem Personalbestand von 39 Mitarbeitern braute die Firma jährlich stolze vier Millionen Liter Bier und vertrieb überdies eine Million Einheiten Mineralwasser. Der Besitzer erhoffte sich damals, den Brauereibetrieb als aufgeschlossenes und leistungsfähiges Familienunternehmen erfolgreich in die Zukunft führen zu können.

1988
Diese optimistischen Erwartungen erfüllten sich jedoch nicht.
Bereits 1988 wurde die Brauerei Hochdorf AG, an die Brauerei Feldschlösschen AG, Rheinfelden, verkauft. Immerhin sollte Hochdorfer Bier weiterhin ausgeschenkt werden. Eine Trügerische Hoffnung! Ende Juli 1991 wurde bekannt, dass der Brauereibetrieb in absehbarer Zeit eingestellt und das Grundstück verkauft werden sollte.

1992
Am 21. Januar 1992 schloss die Feldschlösschen AG mit einem Hochdorfer Konsortium den Kaufvertrag über 9,5 Millionen Franken ab und am 30. Juni wurden in der Brauerei Hochdorf die letzten 100 Hektoliter Bier gebraut. Das Seetaler Nationalgetränk fand sein endgültiges Ende.

1995
Als die Hofderer Stimmbürger am 25. Juni 1995 dem Projekt Gemeindebauten mit einem Ja-Stimmenanteil von 87 Prozent klar zustimmten, waren auch die Tage der markanten Brauereigebäude gezählt. Erhalten geblieben ist uns das Sudhaus und die Erinnerung an ein Gewerbe, welches das Dorf über 100 Jahre lang mitprägte.

Quelle: kulturzentrumbraui.ch

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