Vom Bier-Cocktail bis zum Bunkerbier

Einmal mehr hatte der Sonnenbräu-Fanclub zum traditionellen Ausflug eingeladen. So trafen sich am Samstag 104 Mitglieder, darunter erfreulicherweise auch 20 Frauen, bei «ihrer» Sonnenbräu, um in die zwei bereitstehenden Cars, pilotiert von Sepp Götte und Ruedi Kaufmann, einzusteigen.

Damit keine Absagen gemacht werden mussten, hatte Fanclub-Präsident Albert Quauka zusätzlich einen Kleinbus organisiert. Bei der Begrüssung konnte er darauf hinweisen, dass der Sonnenbräu-Fanclub inzwischen bereits 2423 Mitglieder zähle. Das überaus gute Echo auf die HV vom Juni habe den Vorstand dazu bewogen, bereits für die HV 2012 – diese findet am 29. Juni statt – ein 1300er-Zelt zu ordern. Als Garant für Oktoberfeststimmung war die Musikformation Oberpfalz-Express aus München verpflichtet worden. Übrigens, so Quauka, seien bei der HV 2011 nicht weniger als 2500 Liter Bier geflossen.

In gemütlicher Fahrt ging es das St. Galler und Bündner Rheintal hinauf. Dabei blieb Zeit für interessante Gespräche unter Gleichgesinnten und zum Betrachten des herrlichen Bergpanoramas entlang der Strecke bis nach Flims. Da wurden die Gäste aus dem Rheintal bei der Aktienbrauerei Surselva von den beiden Braumeistern Jörg Krambach und Rüdiger Panzer empfangen und in die Bierbraukunst der kleinen modernen, 2005 in Betrieb genommenen Bierbrauerei eingeführt. Gebraut wird auch hier nach dem deutschen Reinheitsgebot mit Wasser, Malz, Hopfen und Hefe. Nebst drei Hauptsorten werden saisonal neun Spezialitäten gebraut, die bis nach St. Moritz Absatz finden. Nach dem interessanten Rundgang durch das Sudhaus, den Gärkeller und die Abfüllerei war auch das Degustieren angesagt, und während männiglich sich auch am Surselva-Whisky versuchte, neigten die Damen eher zum Bier-Cocktail mit Flimser Marenghin.

Bald hatte sich die Schar wieder versammelt, und die Fahrt ging weiter zum zweiten Ziel, dem Festungswerk St. Margarethenberg (oberhalb von Pfäfers), das in den Jahren 1939 bis 1942 erbaut wurde. Noch heute gilt die Festung Furggels als gigantisches Gebirgs-Schlachtschiff unter den Alpen, war da auf dem Gang durch die Stollen zu erfahren. Bis Mitte der Neunzigerjahre sei das zweistöckige Festungswerk mit 541 Betten immer wieder der jeweiligen Bedrohungslage angepasst worden. Entsprechend beeindruckend waren die noch heute funktionstüchtigen Stromaggregate im Maschinenraum oder das 1,8 Millionen Liter fassende Trinkwasserreservoir. Seit 1943 waren in den Geschützständen schwedische Schiffskanonen aufs Rheintal ausgerichtet. Hinzu kamen 15-cm-Bunkerkanonen. Wo einst deren Munition gelagert wurde, sind heute Speck und Käse eingelagert.

Im freundlichen Festungs-Restaurant, wo einst Soldaten verpflegt wurden, waren die Fanclub-Mitglieder zu einem vorzüglich zubereiteten Znacht eingeladen. Die Sonnenbräu hatte es sich nicht nehmen lassen, extra für diesen Anlass für ihre Fans ein Bunkerbier bereitzustellen, das nach dem Eildurchgang durch einen Teil der 7,5 km langen Stollen sehr wohl gemundet hatte. Nach dem Ausstieg standen wieder die drei Busse bereit, um die illustere Schar nach einem erlebnisreichen Tag wieder zurück zur Rebsteiner Sonnenbräu zu bringen. Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle den Organisatoren und der Brauerei Sonnenbräu.

Quelle: tagblatt.ch

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar